Der Schulhof der Gesamtschule im Standort Bracht als Comic

Die Gesamtschule Brüggen - August

wichtige Termine in nächster Zeit

  • 28.08.: Wiederbeginn des Unterrichts (1. - 4. Stunde Klassenlehrerunterricht)
  • 28.08.: Stufe 5: 9:00 Uhr Gottesdienst, 10:00 Einschulungsfeier
  • 29.08.: 1. - 6. Stunde Unterricht (Stufe 5 Projekt)
  • 30.08.: Unterricht nach Plan (Stufe 5 Projekt)
  • 30.08.: 12 Uhr DB Testungen Klasse 5
  • 02.09.: Beginn Ganztagsbetrieb, 19:30 Uhr Informationsabend "Eltern für Eltern"
  • 03.09.: Assembly: Thema Schulordnung Stufe 5-8, Teamsitzungen
  • 05.09.: Assembly: Thema Schulordnung Stufe 5-8
  • 06.09.: bis heute: Wahlen der Klassensprecher
  • 09.09.: 19:30 Klassen- und Jahrgangsstufenpflegschaften
  • 10.09.: 19:30 Klassen- und Jahrgangsstufenpflegschaften
  • 13.09.:  1. Ehemaligentreffen an der G-Brüggen (17-21 Uhr, Brüggen Schulhof)
  • 16.09.: 19:30 Schulpflegschaft
  • 17.09.: Steuergruppe
  • 18.09.: AG Ganztag
  • 23.09.: Schulkonferenz I/1
  • 24.09.: Teamsitzungen
  • 25.09.: FK Förderpädagogik
 

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Klassenfahrt der 10b - Lehrersicht

Der krönende Abschluss der Klassenfahrt

10b am Brandenburger Tor

Die Klassen 10b und 10c haben ihre Abschlussfahrt
in diesem Jahr in Berlin und Potsdam verbracht.
Auf dem Programm des letzten Abends stand
– als krönender Abschluss – ein Besuch im Club "Matrix".
Und dieser Abend wurde wirklich für alle Beteiligten zu
einem unvergesslichen Erlebnis.

 

 


Die Anfahrt wird verspätet angetreten, weil ein Schüler noch in der Jugendherberge auf die Toilette muss. Wir verpassen die geplante S-Bahn, aber das ist ja kein Problem, denn die nächste kommt ja in 10 min. Die dann angetretene Fahrt von 52 Schüler*innen und 4 Begleitern muss unterbrochen werden, d.h. alle raus aus der S-Bahn, weil EIN Schüler eine Toilette aufsuchen muss. Ja, es ist der Schüler, auf den wir schon am Bahnhof Babelsberg gewartet haben. Aber das ist ja kein Problem, die nächste S-Bahn fährt ja in 10 min. Im Club angekommen ist alles gut. ALLES? NEIN! Einem Schü-ler – nein, DIESEM – Schüler wird schlecht. Er muss den Club in Begleitung eines Lehrers verlassen, um sich "zu erleichtern". (Anmerkung: Der Grund dafür ist KEINE Lebensmittelvergiftung.)
Um 0 Uhr verlassen alle müde, aber zufrieden und pünktlich den Club und machen sich auf den Weg zur S-Bahn, die auch nach Fahrplan um 0:15 Uhr in den Bahnhof einfährt. Nach wenigen Haltestellen stoppt der Zug. Durchsage: "Wegen eines Notarzteinsatzes am Sauvigny-Platz ist der S-Bahnverkehr unterbrochen." Wir warten.... 10 min.... 20 min.... 30 min.... Eine Schülerin muss drin-gend auf die Toilette. Kann ich es riskieren, mit der Schülerin den Zug zu verlassen? Wir wissen: S-Bahnen warten nicht. Zur Not mit der Schülerin per Taxi nach Babelsberg fahren? Ich wende mich an einen Mitarbeiter der Deutschen Bahn (DB). Information von Seiten dieses netten Bahnange-stellten: "Keine Ahnung wie lange die Störung noch andauert. Diese S-Bahn ist wahrscheinlich die letzte, die nach Potsdam fährt, und ab 1 Uhr ist Betriebspause." Bevor die begleitenden Lehrer über das weitere Vorgehen entscheiden können kommt eine neue Durchsage: "Der Zug endet hier und fährt nach Ahrensfelde zurück. Bitte alle aussteigen."

Herr Schummer empfängt die 10b und die 10c in Berlin


Ich frage bei den DB-Angestellten auf dem Gleis nach. Es sind Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes, die sehr freundlich und hilfsbereit die App auf ihrem Handy konsultieren, mir aber leider nicht weiterhelfen können und mich an die DB-Info im Erdgeschoss verweisen. Auch dieser DB-Mitarbeiter ist sehr nett und verständnisvoll, ist aber nicht für den S-Bahnverkehr zuständig. Die S-Bahn-Info ist nicht mehr besetzt. Der nette DB-Mitarbeiter zieht seinen Computer zu Rate, kann mir aber leider nicht weiterhelfen und verweist mich an die S-Bahn-Hotline. Die nette und verständnisvolle Dame am Ende der Leitung hat leider auch keine genaueren Informationen, kann mir leider nicht weiter-helfen und verweist mich an die Mitarbeiter vor Ort, "die das regeln müssen". Hinweise meiner-seits, dass ich diese Mitarbeiter bereits vergeblich um Hilfe gebeten habe, führen zu nichts. Zurück beim netten, verständnisvollen Herrn an der DB-Info versuchen Herr Michalowski und ich, einen Bus als "Schienenersatzverkehr" oder Taxigutscheine zu bekommen. Ein Anruf des Mitarbeiters bei den Vorgesetzten ergibt: Bus geht nicht, Taxigutscheine geht nicht (1. weil DB ist nicht für S-Bahn zuständig, 2. die Gruppe ist zu groß, das wird zu teuer), aber wir können ja in Vorkasse gehen und bei der Bahn einen Antrag auf Erstattung stellen.
Überschlagsrechnung von Herrn Michalowski: Eine Taxifahrt nach Babelsberg kostet ca. 70,- €. 56 Personen, dann brauchen wir 14 Taxen und 980,- €. NICHT EUER ERNST!!!
Daraufhin erhalte ich die Empfehlung vom immer noch sehr netten und hilfsbereiten DB-Mitarbeiter, es gäbe da noch die Möglichkeit, den Nachtbus zu nehmen. Abfahrt in 5 min! Keine Zeit, lange zu überlegen! Das ist der letzte Bus für heute! Herr Michalowski flitzt zum Gleis, um die Gruppe zu holen. Ich laufe mit dem netten DB-Mitarbeiter aus dem Bahnhof auf die Straße, wo er mir die Haltestelle zeigt und sich dann verabschiedet. Ein genauer Blick auf den Fahrplan zeigt: Fal-sche Richtung! ... also falsche Straßenseite... die Haltestelle auf der anderen Straßenseite "wird zur Zeit nicht bedient". WO IST DIE ERSATZHALTESTELLE?! Die Gruppe kommt im Laufschritt zur Bushaltestelle. Auf der falschen Seite kommt ein Bus. Ich frage die Fahrerin des Busses. Sie kann tatsäch-lich weiterhelfen: "Die Ersatzhaltestelle ist hinter dem Gebäude da hinten, an der Ecke." ...Laufschritt... Der Bus fährt laut Fahrplan an der Ersatzhaltestelle in 10 min. Zeit, sich den empfoh-lenen und freundlicherweise ausgedruckten Fahrplan nach Babelsberg genauer anzusehen: ...Fahrzeit 2 Stunden, Ankunft gegen 3:30 Uhr .... DREIMAL UMSTEIGEN ... Zeit für's Umsteigen EINE MINUTE ? DAS KLAPPT NIE!!!
Erneuter Anruf bei der S-Bahn-Hotline. Die andere, nette und verständnisvolle Dame am anderen Ende der Leitung "sitzt im Norden" – die ortsansässige Hotline ist nicht mehr besetzt – und kann ihrem Computer entnehmen, dass um 2:08 Uhr eine S-Bahn Richtung Potsdam "fahren soll". Ich frage nach, ob ich davon ausgehen kann, dass dieser Zug auch tatsächlich kommt. Das kann die nette Dame mir "natürlich nicht garantieren, denn sie ist ja nicht vor Ort". (Gedankliche Anmerkung von mir, die ich natürlich nicht laut äußere: Die vor Ort wissen ja auch nichts!)
"Kriegsrat" der begleitenden Kollegen: Setzen wir auf den letzten Bus (DER kommt) oder auf die letzte S-Bahn (die WAHRSCHEINLICH kommt)??
Wir entscheiden uns für die S-Bahn. Also zurück zum Gleis. Oben fährt eine S-Bahn ein. Ist das un-sere? LAUFSCHRITT!! (Hierbei zieht sich ein Schüler eine nicht näher diagnostizierte Muskelverlet-zung zu.) Als wir oben ankommen, ist die S-Bahn weg. Internetrecherche ergibt: Es war NICHT un-sere!
In den nächsten 15 min fahren zahlreiche S-Bahnen ein, leider keine S7. DA! S7! Aber Richtung Olympiastadion! Das ist nicht unsere Richtung, wie ein kritischer Blick auf den Netzfahrplan zeigt. DA! ENDLICH erscheint die S-Bahn, die uns ins ersehnte Babelsberg bringen könnte, auf der Anzei-gentafel. Aber wird sie auch tatsächlich in 5 min kommen? Falsche Anzeigen hatten wir in der ver-gangenen Viertelstunde einige. Wir warten .... 4 min .... 3 min .... 2 min .... 1 min .... Da kommt ein Zug.... und.... ES IST DER RICHTIGE!!!
Unter lautstarkem Jubel von 56 erschöpften und sehr erleichterten Kunden des ÖPV fährt die S7 Fahrtrichtung Potsdam um 2:15 Uhr ein – knapp ZWEI STUNDEN – nachdem wir an diesem Bahnhof mitten in Berlin gestrandet sind. Um 3:05 Uhr sind wir endlich alle wohlbehalten in der Jugendher-berge.
Happy End (?)

FAZIT:
1. Die Informationspolitik der DB ist katastrophal.
2. Der Kundenservice der öffentlichen Verkehrsbetriebe ist offensichtlich suboptimal und deutlich ausbaufähig.
3. Alle Mitarbeiter der öffentlichen Verkehrsbetriebe sind nett, verständnisvoll und können mir nicht helfen.
Aber das wirklich mit Abstand Wichtigste:
4. Die Schüler*innen der Klassen 10b und 10c haben sind von ihrer allerbesten Seite gezeigt! Trotz Müdigkeit, Erschöpfung, Ungewissheit... haben unsere Schüler*innen nicht geklagt, gejammert oder gemeckert. Sie waren diszipliniert, geduldig, in einem Wort VORBILDLICH. Sie haben uns Kol-legen so nicht nur die ohnehin sehr schwierige Situation nicht noch schwerer gemacht. Sie haben uns durch ihr Verhalten den notwendigen ruhigen Rahmen verschafft, sodass wir die Probleme lösen konnten. Ich habe mich dafür im Namen aller beteiligten Kolleg*innen bei ihnen bedankt und ein dickes Lob ausgesprochen.
An dieser Stelle auch ein ganz großes DANKE an Alex Jansen, Charlot Gamero und Andreas Mi-chalowski für die tolle Zusammenarbeit.

Dr. S. Gräf

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